Laut der am Dienstag veröffentlichten PISA-Studie entscheidet Armut im deutschen Bildungssystem weiterhin maßgeblich über den Bildungserfolg. Dieser Einfluss hat sich in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich verstärkt.
Auch insgesamt haben sich die Leistungen der Schüler:innen in Deutschland weiter verschlechtert. In den drei Kompetenzen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften schnitten die 15‑Jährigen zuletzt so schlecht wie nie zuvor ab. In Lesen und Mathematik erreicht jeder Dritte nicht einmal mehr das als grundlegend geltende Niveau.
Auch das Verhältnis vieler Jugendlicher zur Schule fällt zunehmend negativ aus: Der Unterricht habe wenig Bezug zu ihrer Lebensrealität und sei Zeitverschwendung.
Bereits heute fehlen circa 35.000 Lehrkräfte an deutschen Schulen. Bis 2036 werden es voraussichtlich um die 76.000 (externer Link) sein. Dem gegenüber hat die Bundesregierung im Sommer weitere Kürzungen auf den Weg gebracht: Im Bereich Bildung und Familie sollen bis 2030 gut 26 Prozent „eingespart“ werden.

