
Am Montag haben Behörden in Sambia nach den Präsidentschaftswahlen die Schließung von Gerichten, darunter des Obersten Gerichts, angeordnet. Schwerbewaffnete Polizisten wurden vor den Türen postiert und die Angestellten fortgeschickt. So verhinderten (externer Link) sie, dass ein Einspruch gegen das Wahlergebnis eingereicht werden konnte. Die Frist für die Einsprüche ist inzwischen ausgelaufen.
Mitte August hatte es in dem südlich-afrikanischen Land Wahlen gegeben, die der Amtsinhaber Hakainde Hichilema offiziell mit 60% gewann. Mit 38% der Stimmen landete Brian Mundubile auf dem zweiten Platz. Er erhob kurz darauf Vorwürfe des Wahlbetrugs. Am Montag wollte sein Anwalt daher Einspruch vor das Gericht erheben, womit er scheiterte.
Im Nachgang der Wahl war die Polizei mehrfach gegen die Opposition vorgegangen. Bei einer Razzia tötete sie den Ex-Verkehrsminister Mutotwe Kafwaya. Wegen der politisch motivierten Festnahmen halte sich Mundubile derzeit versteckt, berichtete die BBC.
