
Am Montag hat der neue Präsident, Abelardo de la Espriella, großflächige Abschiebungen von Migrant:innen ohne Aufenthaltstitel angekündigt. Polizei und Behörden (externer Link) sollen diese nun aufspüren, inhaftieren und abschieben. Besonders betroffen sind die 2,8 Millionen Venezolaner:innen, die im Land leben.
De la Espriella wurde Anfang August in sein neues Amt eingeführt. Seitdem hat er angekündigt, dem US-Militärbündnis „Shield of the Americas“ beizutreten (externer Link), das die USA bei den Luftangriffen auf angebliche „Drogenboote“ unterstützt. Nach zwei Monaten Pause haben die USA am Wochenende erstmals wieder ein „Drogenboot“ im Pazifik angegriffen und zwei Menschen getötet (externer Link).
Am Freitag (externer Link) hob de la Espriella das Kohle-Exportverbot für Israel auf, dessen größter Kohle-Handelspartner Kolumbien bis 2024 war. Anfang August hatte er die diplomatischen Beziehungen wiederhergestellt und die israelische Souveränität über die besetzten Golan-Höhen Syriens anerkannt.

