Recherchen von Forbidden Stories (externer Link) zeigen umfangreiche Spionage Marokkos, u. a. mithilfe der israelischen Software Pegasus. So sollen im großen Stil Protestierende überwacht worden sein. In einigen Regionen hatte der Geheimdienst dafür mit Spionagesoftware vorinfizierte Telefone in Handyladen verkaufen lassen.
Zudem bestehen Hinweise, dass die Handys von sieben französischen (externer Link) Minister:innen sowie der spanische (externer Link) Regierungscheft Sánchez und vier seiner Minister:innen ausspioniert wurden. Auch Präsident Macron soll angegriffen worden sein.
Die Recherchen basieren auf Aussagen eines marokkanischen Geheimdienst-Offiziers, sowie auf bislang geheime Dokumente (externer Link) aus einem Gerichtsprozess von WhatsApp gegen den Pegasus-Hersteller NSO Group.
Obwohl die Nutzung von Pegasus durch deutsche Geheimdienste Verschlusssache (externer Link) ist, soll eine grundlegende Reform (externer Link) die Hürde für den Einsatz von Spionagesoftware senken. Kritiker:innen sprechen von einer „Zeitenwende für Spione (externer Link)“.
