Am vergangenen Freitag ist in der Dubliner Innenstadt ein Mann nach einem mutmaßlichen Diebstahl von Kaufhausmitarbeitern getötet worden (externer Link). Ein fünfminütiges Video zeigt, wie fünf Männer den wehrlosen Yves Sakila fixieren. Mindestens einer von ihnen drückt sein Knie in das Genick des 35-Jährigen. Die Polizei brachte ihn schließlich ins Krankenhaus, wo er noch am selben Tag verstarb.
Seitdem kommt es täglich zu Mahnwachen vor dem Kaufhaus. Die Protestierenden fordern eine genaue Untersuchung und machen eine von rechten Politiker:innen geschürte rassistische Stimmung für den Tod von Sakila mitverantwortlich.
Der Mann aus der DR Kongo lebte seit 20 Jahren in Irland. Zuletzt lebte er in einer Dubliner Obdachlosenunterkunft. Ein Angestellter beschrieb ihn als „angenehm und ruhig“. „Jeder in der Gegend hier kennt ihn“, äußerte Mulang Mika, einer der Organisatoren, gegenüber der taz (externer Link). Aktivist:innen vergleichen den Fall mit der Ermordung von George Floyd 2020 in den USA.
