In der belgischen Stadt Antwerpen sind am Donnerstag bei einer Rojava-Demonstration sechs Teilnehmer:innen durch einen Messerangriff teils schwer verletzt worden. Zwei Personen schweben am Freitagabend weiter in Lebensgefahr.
Berichten zufolge sollen gegen Ende der Demonstration, die unter dem Motto "Rojava verteidigen – Stoppt die Angriffe" stattfand, mehrere Männer wahllos auf Demonstrierende eingestochen haben.
Vier Verdächtige seien in der Nähe des Opernhauses festgenommen worden. Orhan Kilic, Sprecher der kurdischen Organisation Nav-Bel, spricht von einem „gezielten, dschihadistisch motivierten Terroranschlag gegen Kurd:innen“. Die Polizei hingegen hält keine Ermittlung wegen Terrors für notwendig, sondern ermittelt wegen Mordes.
Bereits vor wenigen Tagen wurde in Hannover ein 21-jähriger Kurde mit einem Messer angegriffen. Der aus Kobanê stammende Mann hatte zuvor an einer Demonstration gegen die Angriffe auf eben diese Stadt teilgenommen.
