Am Sonntag versammelten sich über zehntausend Menschen in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, um gegen die Annullierung der Präsidentschaftswahl zu protestieren. In der ersten Runde der Wahl Ende November hatte der rechtsradikale Kandidat Călin Georgescu die meisten Stimmen bekommen.
Anfang Dezember erklärte das Verfassungsgericht die Wahl allerdings für ungültig und ordnete eine Wiederholung an. Diese soll am 4. Mai stattfinden, ob Georgescu kandidieren darf, ist allerdings noch unklar. Georgescu wird Manipulation und Regelverstoß vorgeworfen. Die rumänische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts, dass Russland ihn rechtswidrig unterstützt haben soll.
Die Annullierung der Präsidentschaftswahl schwächte das Vertrauen bei vielen Wähler:innen in staatliche Institutionen weiter. Seit Jahren werden immer wieder Fälle von Korruption von Politiker:innen der etablierten rumänischen Parteien aufgedeckt.
