Im Zuge ihrer Debatte um ein neues Grundsatzprogramm hat sich die AfD in einem Papier der Bundestagsfraktion (externer Link)zur deutschen Mitgliedschaft in der NATO bekannt.
Zugleich unterstützt sie die strategische Neuausrichtung der USA auf dem amerikanischen Kontinent und fordert, amerikanische Truppenabzüge aus Europa durch „deutschen Truppenaufwuchs“ auszugleichen. Die US‑Aggressionen gegen Lateinamerika, wie die Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro, bezeichnet sie als „realpolitisch Nachvollzeihbar“.
In einem zeitgleich veröffentlichten Papier zur Russlandpolitik fordert die AfD den deutschen Zugriff auf Bodenschätze in der Ukraine. Zugleich allerdings auch ein Ende der Russlandsanktionen und eine Wiedereröffnung der Nord-Stream-Pipelines, nötigenfalls auch mit der Beteiligung US-amerikanischer Firmen.
Die Positionierung zur NATO könnte ein wichtiger Meilenstein für die Partei hin zur sogenannten „Regierungsfähigkeit“ sein. Ein Bekenntnis zur NATO könnte so für die CDU etwa zu einem Argument werden, doch mit der Partei zu koalieren.
