Gestern um 19 Uhr brach auf Feldern zwischen den Provinzen Amed (türkisch: Diyarbakir) und Mêrdîn (Mardin) ein Feuer aus. Schnell breiteten sich die Flammen über landwirtschaftliche Flächen aus. Laut Feuerwehr brannten etwa 1000 Hektar ab, unzählige Nutztiere starben.
Ursache des Brandes waren Funken, die aus einem maroden Strommast kamen, so die Feuerwehr. Laut Anwohner:innen forderten die naheliegenden, meist kurdischen Dörfer seit Jahren das staatliche Stromversorgungsunternehmen auf, die Stromleitungen zu erneuern – ohne Erfolg.
Die Bürgermeister:innen der betroffenen Landkreise werfen den türkischen Behörden vor, über Stunden nichts gegen den Brand unternommen zu haben. Erst um 2 Uhr Nachts und am Morgengrauen sollen erstmals Löschhubschrauber zum Einsatz gekommen sein. Bei dem Versuch, das Feuer auf eigene Faust zu löschen, kamen mindestens vier Männer zwischen 17 und 20 Jahren ums Leben, 44 Menschen wurden verletzt.
