Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat ergeben, (externer Link) dass gerade in Vierteln mit geringem Einkommen der Mangel an Kita-Plätzen deutlich größer ist, als in wohlhabenderen Vierteln.
Die Versorgungslage in den wohlhabenderen Vierteln sei im Schnitt 16 Prozent über dem Durchschnitt, während diese in den ärmsten Vierteln durchschnittlich 5 Prozent unter dem Durchschnitt lag.
Als Grund macht die IW die Ansiedlung von Kitas von privaten Trägern als Grund für die Ungleichheit aus. Diese würden öfter in wohlhabenden Vierteln neue Kitas eröffnen. Trotz des Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz fehlten bundesweit knapp 300.000 Kitaplätze.
Diese Dynamik verstärkt das soziale Gefälle in der Bildung weiterhin und macht einen sozialen Aufstieg zunehmend illusorisch. Eine Studie aus dem vergangenen Jahr hatte bereits bewiesen, (externer Link) dass Schulen in armen Vierteln oft schlechter ausgestattet sind als in reichen Gegenden.
