Der heutige Equal Care Day soll seit 2016 auf die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit aufmerksam machen. Er liegt bewusst auf dem 29. Februar, einem Datum, dass nur in Schaltjahren "sichtbar" ist.
Von der Kindererziehung, über Altenpflege bis hin zu emotionaler Fürsorge und der Koordinierung der Familie: Die gesellschaftliche Sorgearbeit liegt weiterhin im Verhältnis von 4:1 bei Frauen und Mädchen. Weltweit werden nur 30% dieser reproduktiven Arbeiten von Männer übernommen.
Aktuellen Erhebungen zufolge leisteten Frauen in Deutschland 44,3 % oder 9 Stunden pro Woche mehr unbezahlte Sorgearbeit. Fast die Hälfte davon klassische Hausarbeit.
Die Ungleichheit setzt sich auch in der bezahlten Pflegearbeit fort: Sie wird zu 80 % von Frauen geleistet und meist schlechter entlohnt als vergleichbare, systemrelevante Berufe. Da es sich um tragende Tätigkeiten der Gesellschaft handelt, ist der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen, wie durch Streiks, zusätzlich erschwert.
