Am 8. Dezember 1987 fährt ein IDF-Laster am Grenzübergang Erez in Gaza in zwei Taxen – vier Palästinenser:innen sterben. Jugendliche sammeln sich daraufhin an einem IDF-Posten. Die Proteste weiten sich schon am nächsten Tag zu Massenprotesten aus, es kommt zu Zusammenstößen mit der IDF. Zuerst fliegen Steine, später Molotow-Cocktails. Die Erste Intifada beginnt.
Die IDF reagiert mit eiserner Härte, mit Tränengas und scharfer Munition. Kriegsminister Rabin befiehlt, Jugendlichen die Knochen zu brechen. Wochenlang kann sie die Unruhen nicht unter Kontrolle bringen.
Über Jahre beteiligt sich die ganze Bevölkerung: Komitees organisieren Demos und Boykotte, sowie medizinische Versorgung und finanzielle Hilfe.
Am 15. November 1988 ruft der Nationalrat im Exil die Gründung des Staates Palästina aus. Die darin implizierte Anerkennung Israels öffnet Türen für Verhandlungen, die 1993 die Erste Intifada beenden. Besatzung und Unterdrückung halten allerdings bis heute an.
