Nach Recherchen der kurdischen Investigativplatform Lekolîn (externer Link)hat der türkische Geheimdienst MIT 40 Agenten nach Deutschland geschickt. Es kam in der Urlaubsregion Antalya zu einem Treffen der “Abteilung für spezielle Aktivitäten” und den 40 Agenten. Nach dem Treffen wurden die Agenten über verschiedene Reiseanbieter nach Deutschland geschickt.
Unter den Agenten sind auch vier Personen die seit 2018 in der von der Türkei besetzten Region Efrin in Nordsyrien aktiv waren. Sie heißen Azad Birîm, Mezlûm Qulê, Yasir Eli und Ciwan Izet Mihemed. Sie beteiligten sich alle in der besetzten Region an Entführungen, Erpressungen, Folterungen und Hinrichtung von Menschen, die sich der Besatzung entgegenstellen.
Dieser erneute Versuch der Einflussnahme reiht sich in eine lange Geschichte der Aktivitäten des türkischen Geheimdienstes in Deutschland und Europa ein. Auch in Europa war der MIT an Morden an linken und kurdischen Aktivist:innen beteiligt.

