Sudans Bevölkerung droht inmitten des Krieges eine sich verschärfende Nahrungsmittelkrise. Neben Dürre und Ernteausfällen führt auch die Finanzierungslücke im UN-Welternährungsprogramm (WFP) dazu, dass dort nicht genügend Lebensmittelhilfe ankommt. Das teilte am Montag der Chef des WFP mit. Im Sudan sind 20 Mio. Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen, derzeit könnten nur rund 5 Millionen versorgt (externer Link) werden.
Ein Grund ist, dass die USA kaum mehr einen Beitrag für die Finanzierung des WFP leisten. Gegenüber 2025 hat sich dadurch die Finanzierung halbiert. Die UN geht davon aus, dass die meisten Lager mit Hilfsgütern bis Ende September leer sein werden.
Der Sudan leidet zudem unter der Lähmung der Schifffahrt in Westasien. Das Land bezieht die meisten Düngemittel aus den Ländern am Persischen Golf. Durch die Blockade der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs kommt kein Dünger (externer Link) mehr an. Beeinträchtigungen im Roten Meer verschärfen dieses Problem.
