Mit den Kämpfen um Piombino hat vor 83 Jahren in Italien der bewaffnete Partisanenkampf seinen Ursprung. Sie gilt als Geburtsstunde der „Resistenzia (externer Link)„, aus der ein großer Teil des militärischen Widerstands gegen die NS-Besatzung aufgebaut wurde.
Im Sommer 1943 wendete sich das Blatt in Italien: Truppen kapitulierten, in nördlichen Fabriken wurde gestreikt, Mussolini wurde abgesetzt und eine Militärregierung eingesetzt, die einen Waffenstillstand mit den Alliierten aushandelte.
Als Reaktion wollte die Wehrmacht unter anderem die Region Livorno, zwischen Pisa und Rom, besetzen. Am 8. September 1943 tauchten im Hafen von Piombino deutsche Schiffe auf. Die Bevölkerung demonstrierte und drohte mit einem Aufstand. Von selbstverwalteten Hafenbatterien beschossen, wurden die Deutschen immer wieder zum Rückzug gezwungen. Widerstandsgruppen erbeuteten bei Feuergefechten zahlreiche Waffen der Deutschen und nahmen 400 Gefangene.
Erst der Befehl des italienischen Generals De Vecchi, die Kämpfe einzustellen, erlaubte es der Wehrmacht, die Stadt zu besetzen. Arbeiter:innen und Deserteure zogen sich in die Gebirge zurück und gründeten Befreiungskomitees.

