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Polizeikritischer Journalist von Wahlberichterstattung ausgeschlossen

7. September 2026, 14:02 Uhr

Der freie Journalist Mohamed Amjahid wurde am Wahlabend in Sachsen-Anhalt von der Berichterstattung ausgeschlossen (externer Link). Der Landtag hatte ihm die Akkreditierung verweigert.

Als Begründung zieht der Landtag "sicherheitsrelevante Bedenken" der Polizei heran. „Auf Grundlage der bisherigen Prüfung“ würde ihm der Zutritt zur eigens errichteten Medienhalle verwehrt werden, dort versammelten sich rund 500 Journalist:innen. Um doch noch zugelassen zu werden, solle er sich einer "erweiterten Prüfung" unterziehen. Dies lehnte er ab.

Auf Nachfrage der taz konnte der Landtag nicht benennen (externer Link), welche "sicherheitsrelevanten" Informationen vorlägen. Amjahid, selbst für die taz tätig, schreibt schwerpunktmäßig zum Thema Polizeigewalt und Rassismus in den Sicherheitsbehörden. Ein Zusammenhang mit dem Ausschluss liegt nahe. Der Verdi-Landesverband kritisiert (externer Link) einen eklatanten Eingriff in die Pressefreiheit und betont, keine vergleichbaren Fälle zu kennen.

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