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Soziale Ungerechtigkeit in Deutschland steigt

5. November 2024, 13:00 Uhr älter als 3 Monate

Laut einer neuen Studie der Hans-Böckler-Stiftung (externer Link) ist die Ungleichheit in Deutschland in den letzten 10 Jahren weiter gestiegen. Die Studie stellt für den Zeitraum von 2010 bis 2021 fest, dass es sowohl mehr Armut und strenge Armut gibt, als auch, dass der Anteil großen Reichtums zugenommen hat. Die Krisenjahre ab 2022 sind in der Studie noch nicht berücksichtigt.

2021 lebten demnach 11,3 % der Bevölkerung in strenger Armut, im Vergleich zu 7, 8 % im Jahr 2010. Diese Personen hatten weniger als die Hälfte des mittleren Einkommens. Zugleich verfügten 2,3 % über mehr als das Dreifache des mittleren Einkommens und damit über großen Reichtum.

Die wachsende Ungleichheit führe auch zu einer Entkopplung mit dem politischen System. Weniger als die Hälfte der Personen unter dem Einkommensmittel hat demnach den Eindruck, auf die eigenen Anliegen aufmerksam machen zu können. Auch der Nichtwähler:innen-Anteil ist unter Menschen in Armut doppelt so hoch wie bei Reicheren.

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