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Regierung stuft Verweigerungszahlen als Verschlusssache ein

16. Juni 2026, 09:47 Uhr älter als 3 Monate

Die Bundesregierung hat die Zahl der Personen, die einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen, zur Verschlusssache erklärt. Dies geht aus einer Antwort auf eine Anfrage (externer Link) der Linken-Fraktion im Bundestag hervor.

Mit der Einstufung dürfen die Zahlen nicht mehr, wie noch vor wenigen Monaten, veröffentlicht werden. Die Veränderung begründet die Regierung mit dem „Staatswohl“, da die Zahlen Rückschlüsse auf die künftigen Fähigkeiten der Bundeswehr zulassen könnten.

Die Zahl der Kriegsdienstverweigerungen war in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Sie hatte sich von 2024 auf 2025 von 2.998 auf 7.691 mehr als verdoppelt. Auch in diesem Jahr zeichnete sich eine Steigerung ab. Allein im ersten Quartal waren 2.656 Anträge gestellt worden.

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) kritisierte die Geheimhaltung als „Tiefpunkt staatlicher Intransparenz“.

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