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Polizei kauft Werbedaten für Überwachung

2. Juni 2026, 15:02 Uhr älter als 3 Monate
Polizei kauft Werbedaten für Überwachung

Die Polizei von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg kauft Daten aus der Werbeindustrie – neun weitere Bundesländern halten entsprechende Vorgänge geheim. Das geht aus einer Recherche (externer Link) von BR und netzpolitik.org hervor.

Im April hatten Sicherheitsforscher:innen ein umfangreiches Lagebild zu Überwachungsprogrammen mit Werbedaten (ADINT) gezeichnet (externer Link). Dabei stand das Produkt Webloc im Zentrum, das mit Informationen von 500 Mio. Handys genaue Bewegungs- und Personenprofile erstellen kann.

Wie nun bekannt wurde, greifen auch deutsche Polizeibehörden auf Standortdaten zu. Zuvor hatte die Bundesregierung eine Stellungnahme dazu verweigert. Jurist:innen stufen die Praxis als „rechtswidrig“ ein und auch die Datenschutzbeauftragten der Länder haben Zweifel angemeldet. So würden Werbedaten nicht zielgerichtet gesammelt, sondern umfassen immer auch Dritte.

Wie die früheren „Databroker Files (externer Link)“-Recherchen (externer Link) gezeigt haben, werden die Daten von den meisten populären Apps gesammelt.

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