Von dem Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go gesammelte Daten fließen in das Training für Kriegsdrohnen. Das geht aus einer aktuellen Recherche (externer Link) der niederländischen Zeitung Trouw hervor.
Seit 2021 werden Nutzer:innen aufgefordert, im Gegenzug für Belohnungen im Spiel Videoaufnahmen von der Umgebung der sogenannten „Pokéstops“ anzufertigen. Die 360-Grad-Ansichten reichen von öffentlichen Plätzen bis in Privatwohnungen.
Aus den 30 Milliarden Umgebungsscans extrahierten Daten entwickelte der Spielehersteller Niantic ein „virtuelles Positionierungssystem“ (VPS). Ein Roboter benötigt später nur zwei Erkennungspunkte von wenigen Pixeln, um sich zu orientieren.
Die Daten sollen u. a. an Vantor verkauft worden sein, ein US-Softwareunternehmen aus dem Militärsektor. Vantor ist auf die Entwicklung von VPS für Drohnen spezialisiert. Damit soll eine Alternative zu GPS entwickelt werden, das auf modernen Schlachtfeldern meist blockiert wird.
Auch Anbieter wie Google Maps entwickeln VPS.
