In Norwegen sind rund 27.000 Zuchtlachse aus einer Fischfarm entkommen (externer Link) und bedrohen aktuell die lokale Wildlachspopulation.
Nach einem Sturm am Sonntag, durch den die Netze der Fischfarm beschädigt wurden, hatte das Fischereiunternehmen Mowi die Fische als vermisst gemeldet. Mowi bietet eine Belohnung für jeden gefangenen Zuchtlachs, der wieder bei ihnen abgegeben wird.
Der Ausbruch könnte schwerwiegende Folgen für das lokale Ökosystem haben. Schon jetzt weisen zwei Drittel der "existenziell bedrohten" frei lebenden Lachse in der Region genetische Vermischung mit Zuchtlachsen auf. Solche Mischlinge sind allerdings deutlich anfälliger für Parasiten. Zudem nimmt so die genetische Vielfalt der Wildlachspopulation ab, die zudem mit den ausgebüchsten Zuchttieren um Laichgründe konkurrieren muss.
Das Unternehmen Mowi, das ironischerweise zuvor noch als "nachhaltigster Proteinproduzent" ausgezeichnet wurde, sprach in einer Stellungnahme von einem "bedauerlichen" Vorfall.
