Seit Mittwoch finden an knapp 40 argentinischen Universitäten Protestaktionen gegen die Sparpolitik im Bildungswesen statt. An mehrere Fakultäten wird der Lehrbetrieb bestreikt, stattdessen werden öffentliche Seminare im Freien abgehalten. Bei Demonstrationen kam es teilweise zu Straßenblockaden und Konfrontationen mit der Polizei. Außerdem wurden in den letzten zwei Tagen 25 Universitätsgebäude von den Studierenden besetzt.
Präsident Javier Milei hatte Anfang Oktober sein Veto gegen einen Inflationsausgleich (externer Link) für Universitätsangestellte eingelegt. Mit einer Zweidrittel-Mehrheit im Parlament hätte das Veto gekippt und damit eine Gehaltsanpassung an die aktuell dreistellige Geldentwertung ermöglicht werden können.
Mileis rechte Partei La Libertad Avanza (LLA) hat dies mit einer Sperrminorität verhindert, bei der sie von der konservativen Propuesta Republicana (PRO) unterstützt wurde. Ein Inflationsausgleich sei ein „schlechtes Signal an die Märkte“.

