Der Medienaktivistin Judith Scheytt wurde die im Januar verliehene Besondere Ehrung des Vereins der Freunde des Adolf-Grimme-Preises wieder aberkannt. Hintergrund ist wohl Druck von proisraelischen Gruppen.
Die zuvor ausgezeichnete „analytische Brillanz“ der damals 17-Jährigen bezeichnet der Verein in einer 39-seitigen „Analyse“ als „strukturell antisemitisch“. Nach Recherchen von nd (externer Link) und junger Welt (externer Link) wurde die Analyse allerdings mindestens teilweise KI-generiert und ist kaum belegt.
Derweil hat der Chef des Axel Springer-Verlags Mathias Döpfner die höchste zivile Ehrenmedaille Israels erhalten (externer Link). Staatspräsident Herzog dankte ihm für „seine entschlossene Unterstützung Israels“.
Gemeint ist wohl die rassistische und von Falschmeldungen zu Gaza, der Hamas und pro-palästinensischen Protesten hierzulande durchzogene Hetzkampagne der BILD-Zeitung. Döpfner selbst hatte zuvor in geleakten E-Mails „Zionismus über alles!“ bekundet.
