Investigativjournalist:innen haben herausgefunden, dass die Eliteeinheit für Cyberkriegsführung der IDF seit November 2021 die Cloud-Plattform Azure des US-Unternehmens Microsoft benutzt, um massenweise Überwachungsdaten von Palästinenser:innen zu sammeln. Dafür wurden fast 200 Millionen Stunden abgehörte Telefonaten gespeichert und Informationen gesammelt.
Nach der Recherche (externer Link) hat das Tech-Unternehmen eine externe Untersuchung eingeleitet, mit dem Ergebnis, dass die israelische Armee gegen Nutzungsbedingungen verstößt. Zeitgleich hatte sich nach der Recherche Protest gegen Microsoft formiert. Das Projekt soll allerdings weitergeführt werden und auf Amazon Web Services umschwenken.
Zwischen Oktober 2023 und März 2024 stieg die Nutzung der IDF von Azure um das 64-fache. Aber auch andere Microsoft Dienste sind in militärische Abteilungen der IDF verwoben. So stieg der Umsatz von KI-Diensten vor allem während intensiver Luftangriffe an.
