Die seit Anfang April geltende 12-Uhr-Regel an deutschen Tankstellen hat die Profite von Mineralölkonzernen weiter steigen lassen. Dies geht aus einer Analyse (externer Link) des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung hervor. Demnach habe der Profit pro Liter Benzin um knapp sechs Cent zugenommen. Zudem habe die Maßnahme nicht dazu geführt, dass die Preise an den Tankstellen für Verbraucher gesunken seien.
Ein ähnlicher Effekt wird durch die neuen Maßnahmen der Bundesregierung befürchtet, die am Freitag in Kraft treten. Diese beinhalten als zentrale Maßnahme eine Steuersenkung von insgesamt 16,7 Cent pro Liter. Allerdings ist offen, ob die Konzerne die Senkung auch an die Verbraucher weitergeben werden oder für sich behalten.
In den letzten Tagen war der Spritpreis erneut wiederholt angestiegen. Bislang hat die Bundesregierung jede konkretere Maßnahme, wie etwa einen Spritpreisdeckel, abgelehnt. In mehreren europäischen Ländern gelten diese seit Wochen.
