Der „Internationale Tag der Trostfrauen“ erinnert am 14. August an die während des Zweiten Weltkriegs systematisch zwangsprostituierten Frauen und Mädchen in Ostasien.
Während der japanischen Offensiven von Ozeanien über Südostasien bis China und Korea wurden mindestens 200.000 Frauen von der japanischen Armee verschleppt und in Bordellen zwangsprostituiert. Dort waren sie teilweise dutzenden Vergewaltigungen pro Tag ausgeliefert.
Bis heute sind die Verbrechen unter dem euphemistischen Titel der „Trostfrauen“ weitgehend unaufgeklärt. Die genaue Anzahl der Betroffenen ist noch immer unbekannt. Schätzungen zufolge überlebten nur 30%. Erst in den 2010er Jahren leistete Japan nach Jahrzehnten von Protesten Betroffener und der Frauenbewegung Entschädigungszahlungen.
Japan stemmt sich bis heute gegen ein Gedenken an die Opfer. Auf Druck der japanischen Regierung soll in Berlin im September eine Statue in Gedenken an die Betroffenen wieder entfernt werden.
