In Tokio haben am Wochenende Zehntausende gegen den aktuellen Aufrüstungskurs der rechten Regierung und Premierministerin Takaichi demonstriert. Hintergrund ist die Entscheidung, erstmals nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs den Export tödlicher Waffen zu erlauben.
Die Demonstrierenden sehen in der Entscheidung einen Angriff auf den in Artikel 9 der japanischen Verfassung festgeschriebenen Pazifismus. Schon seit längerem versucht die japanische Rechte, den Artikel umzuinterpretieren oder abzuschaffen.
China kritisierte den Schritt des mit den USA verbündeten Japan scharf und sprach von einem "neuen japanischen Militarismus".
Während des Zweiten Weltkriegs hatte das mit Nazi-Deutschland verbündete Japan China überfallen. Dabei waren über 20 Millionen Chinesen getötet worden.
Deutschland verstärkt seit Jahren erneut seine Militärkooperation mit Japan. Im März reiste (externer Link) der deutsche Kriegsminister Pistorius zusammen mit sechs deutschen Rüstungs-CEOs nach Japan.
