In den letzten Tagen kam es in den süditalienischen Regionen Apulien, Basilikata und Kampanien zu den stärksten Erdbeben seit über 40 Jahren. Das bisher stärkste Beben wies eine Stärke von 4,7 auf. Grund sind die Phlegräischen Felder – ein 200 km²-großes Vulkanfeld in der Nähe von Neapel.
Während der Beben flüchteten die Menschen auf die Straßen, 14 Personen erlitten leichte Verletzungen durch Trümmer oder Glassplitter. In der Nacht auf Donnerstag versammelten sich verängstigte Menschen vor einer Notunterkunft, die jedoch verschlossen blieb.
Bei einem Ausbruch des Supervulkans könnten sich kilometergroße Krater öffnen. Geolog:innen gehen jedoch nicht von einem Ausbruch in naher Zukunft aus, der letzte ereignete sich 1538. Die Beben werden jedoch weiter gehen.
Für den Fall, dass doch ein Ausbruch drohe, legte die Regierung nun Pläne zur Massenevakuierung vor. Diese betreffen etwa 481.000 Bewohner:innen der betroffenen Region zwischen Pozzuoli und Neapel.

