Trotz zunehmender Hautkrebsfälle in den letzten Jahren will die Bundesregierung das kostenlose Hautkrebsscreening abschaffen. Aktuell ist das Screening ab 35 alle zwei Jahre kostenlos. Die Abschaffung ist eine von insgesamt 66 "Sparmaßnahmen (externer Link)" bei der gesetzlichen Krankenversicherung, die von der von der CDU eingesetzten "Finanzkommission Gesundheit" vorgeschlagen werden.
Die Kommission kritisiert die „Anlasslosigkeit“ der Screenings, also dass Menschen ohne Verdacht untersucht werden. Damit würden unnötige Kosten verursacht.
Dermatolog:innen reagierten auf diese Begründung mit scharfer Kritik: "Das Nichtvorhandensein von Symptomen bei einer Krebsfrüherkennungsuntersuchung zu kritisieren, spricht nicht dafür, dass die Kritiker den Sinn eines Screenings verstehen", so Dr. Ralph von Kiedrowski, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen. Der Sinn von Frühuntersuchungen sei gerade ihre Anlasslosigkeit.
