Der italienische Anarchist beendete gestern nach 181 Tagen seinen Hungerstreik, mit dem er gegen seine unmenschlichen Haftbedingungen protestierte.
Er sitzt seit über 10 Jahren im Gefängnis, da er 2006 einen Bombenanschlag auf eine Polizeikaserne verübte. Obwohl dabei niemand getötet oder verletzt wurde, wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.
Seit letztem Jahr sitzt er in Isolationshaft nach dem Artikel 41-bis, dem härtesten Gefängnisregime Italiens. Er befindet sich 22 Stunden am Tag in einer Einzelzelle und auch beim Hofgang hat er keinen Kontakt zu anderen Gefangenen. Er darf höchstens eine Stunde im Monat mit Familienmitgliedern sprechen.
Gestern urteilte das Italienische Verfassungsgericht, dass auch lebenslange Gefangene mildere Haftumstände bekommen können und ermöglicht damit theoretisch eine Verbesserung seiner Umstände.
Aktuell liegt der 55-jährige Alfredo im Krankenhaus. Der rund 6 Monate lange Hungerstreik hat sein Nervensystem langfristig beschädigt.

