Zum zweiten Jahrestag des Todes von Jina Amini und der folgenden Jin-Jiyan-Azadi-Proteste haben Dutzende kurdische Organisationen zu einem eintägigen koordinierten Generalstreik am 15. September aufgerufen.
In einem Statement schreibt so etwa die Partei für ein freies Leben in Kurdistan PJAK, dass zwar die Ziele des Aufstandes weiter nicht erreicht seien, die Proteste aber die soziale, ideologische und kulturelle Basis für grundlegenden politischen Wandel geschaffen hätten.
Auch andere Organisationen sowie Netzwerke aus dem gesamten Iran veröffentlichen ähnliche Aufrufe.
Am 13. September 2022 war die 22-jährige Kurdin Jina Amini von der iranischen Polizei verhaftet worden. Sie wurde von der Polizei so schwer misshandelt, dass sie am 16. September starb.
Ihr Tod löste die größten und langanhaltendsten Proteste im Iran seit der islamischen Revolution aus. Federführend in den Protesten waren Jugendliche und Frauen gewesen.

