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Über 10 Jahre: AfD speichert systematisch Daten über Journalisten

31. Oktober 2026, 11:03 Uhr

Veröffentlichungen von Correctiv (externer Link) zufolge speicherte die AfD persönliche Daten von über tausend Journalist:innen über mehrere Jahre öffentlich einsehbar ab. Das geht aus der vergangene Woche geleakten Datensammlung der AfD hervor.

Demnach legte die AfD Listen mit Presse-Akkreditierungen über die Parteitage der letzten zehn Jahre an. Diese enthalten Daten wie private Wohnadressen von Jourbalist:innen.

Der Datenleak enthält auch E‑Mails mit Anweisungen über den Umgang mit Pressevertreter:innen. So schrieb ein Mitarbeiter im Jahr 2017 an den damaligen Pressesprecher: „Anbei die konsolidierte Presseliste. Rot = Raus“. Aus den Leaks geht zudem hervor, dass im Rahmen einer presserechtlichen Auseinandersetzung die Ermittlung der privaten Anschrift eines ZDF-Reporters erwogen wurde.

Datenschutzexpert:innen betrachten eine anlasslose und dauerhafte Speicherung von solchen Daten als unzulässig. Der Deutsche Journalisten-Verband sieht in der systematischen Ermittlung und Speicherung von privaten Adressen von Journalistinnen und Journalisten eine Gefährdung von Medienschaffenden.

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