Im Prozess um den Tod von Ibrahima Barry hat das Landgericht Duisburg alle neun angeklagten Polizisten freigesprochen (externer Link). Sie hätten aus Notwehr gehandelt.
Der 23‑jährige Guineer war am 6. Januar 2024 in Mülheim an der Ruhr in Bauchlage und an Händen und Füßen gefesselt über 13 Minuten von den Polizisten fixiert worden, was schließlich zu einem „lagebedingten Erstickungstod (externer Link)“ führte. Das Gericht sieht im Vorgehen der Polizist:innen, die während der Fixierung auf Barry knieten, „verhältnismäßiges“ Handeln. Abseits dessen seien sie nicht für die Bewertung von moralischen und politischen Belangen zuständig.
Die von der Nebenklage eingereichten Beweise wurden vom Gericht nicht gewürdigt. So wurde das vom Forschungsinstitut Forensis Architecture erstellte Video, das die Beamten schwer belastet, nicht zugelassen. Der Analyst Prof. Dr. Michael Freeman von Forensic Architecture sprach im Fall von Barry von einem „eindeutigen Tötungsdelikt“.

