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Spahns Ministerium wusste von überhöhten Masken Preisen

16. September 2026, 19:35 Uhr

Das Gesundheitsministerium unter Jens Spahn (CDU) hat offenbar bewusst Masken zu mehr als dem doppelten Marktwert gekauft. Das geht aus E-Mails hervor, die dem Magazin Plusminus vorliegen (externer Link).

So war ein leitender Beamter des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) im April 2020 von 1,95 Euro pro Maske ausgegangen. Für 5,40 Euro wurden noch im selben Monat von Jens Spahn 100 Millionen Stück bei dem Schweizer Händler Emix bestellt.

Der für die Maskenbeschaffung zuständige Beamte, Ingo Behnel, hatte parallel eine Ausschreibung mit einem Preis von 4,50 Euro pro Stück gestartet und bei einem Händler aus Deutschland im Wert von 1,2 Millionen Euro Masken geordert. Nach Verhandlungen sollte ein weiterer Kauf zu 2,10 Euro das Stück folgen.

Später weigerte sich das BMG, diese Bestellung – insgesamt 10 Millionen Euro – entgegenzunehmen, da Qualitätsmängel vorlägen. Ähnliche Mängel wurden auch bei 48% der 5,40‑Euro-Masken von Emix festgestellt.

Wie bereits im Juni bekannt wurde (externer Link), könnte die Maskenaffäre wegen offener Forderungen von Lieferanten weitere 464 Millionen Euro kosten.

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