Seit Anfang Mai werden massenweise Bücher bei deutschen Antiquariaten gekauft, wie aus zahlreichen Einträgen in entsprechenden Foren ersichtlich wird (externer Link). Käufer sind US-amerikanische und kanadische Unternehmen. Die Altbestände werden mittlerweile wohl auch in Lagerhäusern im deutsch-tschechischen Grenzgebiet gesammelt (externer Link).
Bereits Anfang des Jahres hatte die Washington Post das „Project Panama“ aufgedeckt (externer Link). Der Claude-Betreiber Anthropic und mutmaßlich weitere KI-Unternehmen nutzen Papierbücher für „destruktive“ KI-Trainings, da Online-Inhalte als vollständig eingelesen gelten (externer Link)oder selbst KI-generiert sind. Destruktiv bedeutet, dass die Bücher beim Scannen zerstört werden. Das beschleunigt den Vorgang und hebelt gleichzeitig das in den USA geltende Urheberrecht aus.
Einer der großen Käufer, Zoom Books, streitet das Vorgehen zwar ab. Archivierte Blogeinträge (externer Link) aus dem Frühjahr zeigen allerdings Anleitungen zum Massenankauf von Büchern für KI-Trainings.
