Italienische Ermittlungsbehörden setzen auf den breiten Einsatz von günstiger Spionagesoftware. Aktuellen Untersuchungen (externer Link) zufolge werden sie dabei auch von Mobilfunkanbietern unterstützt. Staatlichen Statistiken zufolge sind alleine 2024 rund 5.200 Späh-Angriffe autorisiert worden.
Spionagesoftware, wie Morpheus (externer Link), kosten den italienischen Staat unter 100 Euro pro Tag. Zum Vergleich: Die Preise populärer Überwachungswerkzeuge, wie Pegasus oder Predator, befinden sich in Millionenhöhe. Diese nutzen geheim gehaltene Sicherheitslücken aus, wodurch häufig eine Infiltration ohne Zutun von Nutzer:innen möglich ist.
Italienische Behörden müssen ihre Ziele manipulieren. In einem Fall drosselten Mobilfunkanbieter die Internetgeschwindigkeit der Zielpersonen. Anschließend forderten Behörden die Nutzer:in im Namen des Anbieters per SMS auf, eine verlinktes „Update“ zu installieren, um die Drosselung aufzuheben. Dabei handelte es sich um die Spionagesoftware.
