Das italienische Rote Kreuz geht davon aus, dass in den vergangenen 10 Jahren bis zu 200.000 Menschen (externer Link) im Mittelmeer ums Leben gekommen sind. Bislang ist man von 35.000 Toten ausgegangen, wobei die Dunkelziffer deutlich höher eingeschätzt wurde.
Vor 10 Jahren wurde die staatlich finanzierte Seenotrettung der EU eingestellt (externer Link). Seitdem sind zivile Rettungsschiffe auf Mission, die regelmäßig durch Gerichtsverfahren oder Festsetzung an ihrer Arbeit gehindert werden.
Währenddessen rüstet die EU im Bereich “Grenzschutz” hoch. Darunter fallen die geplante Aufstockung (externer Link) der Frontex-Armee auf 30.000 Beamte und die Ausstattung mit modernster Militärtechnik.
Die Ausweitung der Überwachungsbefugnisse (externer Link) schreitet bis in die Gewässer des Senegal voran. 2025 lag das Frontex-Jahresbudget erstmals über einer Milliarde Euro.
Finanziert werden auch lybische Milizen (externer Link), die als verlängerter Arm (externer Link) der EU im Mittelmeer agieren. Erst letzte Woche kam es zu einem Angriff (externer Link) auf die Sea-Watch 5.
