Heute befindet sich Aristotelis Chantzis seit 70 Tagen im unbefristeten Hungerstreik. Diesen hatte er in Reaktion auf Räumungspläne gegen das selbstverwaltete Wohnprojekt Prosfygika (externer Link) in Athen, wo er auch wohnt, begonnen. Chantzis befindet sich in einem kritischen Gesundheitszustand. Er hat eine Fortsetzung bis zum Tod angekündigt.
In den insgesamt acht Häuserblocks von Prosfygika leben derzeit etwa 400 Menschen aus 27 Ländern zusammen. Diese sind im Fall einer Räumung direkt von Obdachlosigkeit bedroht. Der Hungerstreik richtet sich auch gegen die hohen Mietpreise in der griechischen Hauptstadt sowie die wachsende soziale Ungleichheit.
Schon zu NS-Zeiten spielten die Häuser, die in den 1930er Jahren für Geflüchtete aus Anatolien gebaut wurden, eine wichtige Rolle im Partisanenwiderstand. Später wurde es Anziehungspunkt für Migrant:innen, Geflüchtete sowie Menschen aus anarchistischen und kommunistischen Bewegungen.
