Zehntausende gingen in mehreren Städten Bulgariens auf die Straße, um gegen Korruption (externer Link) und den Haushaltsplan für 2026 zu protestieren. Dabei kam es unter anderem zu Ausschreitungen in Parteibüros und mehreren Festnahmen. Die fragile Regierungskoalition (externer Link) gab dem öffentlichen Druck nach und zog den Entwurf zurück.
Bulgarien plant, ab nächstem Jahr den Euro einzuführen, den die Hälfte der Bevölkerung aus Sorge vor Preissteigerungen ablehnt. Die Regierung argumentiert, der neue Haushalt mit erneuten Staatsschulden sei notwendig, um die Bedingungen der Eurozone erfüllen zu können. Dafür sollten zugunsten höherer Löhne für Beamt:innen des Staatsapparats Sozialausgaben gekürzt und Arbeiter:innen höhere Steuern angelastet werden.
Schon 2020 kam es zu einer Welle von Protesten. Seitdem gab es sieben vorgezogenen Neuwahlen in dem laut der Organisation Transparency International (externer Link) korruptionsreichsten EU-Land.
