Die Karibikinsel erlangte am 7. Februar 1974 nach Jahrhunderten der Kolonialisierung erstmals Unabhängigkeit. Der erste Premierminister Eric Gairy, ein prominenter Gewerkschafter, entwickelte daraufhin einen autoritären Führungsstil gegen die Bevölkerung, welche gegen die ungebrochene wirtschaftliche Abhängigkeit von der vorherigen britischen Kolonialmacht protestierte.
1979 übernahm das marxistische New Jewel Movement (NJM) in einer unblutigen Revolution die Regierung. Im Sinne der Blockfreiheit baute Premierminister Maurice Bishop Beziehungen zu der Sowjetunion, Kuba und auch den USA auf. Durch soziale Reformen erhielt das NJM große Sympathie in der Bevölkerung.
Als es vier Jahre darauf zu einem Staatsstreich durch den Vize-Premier kam, wurde Bishop von Demonstranten aus seinem Hausarrest befreit, später jedoch exekutiert.
Besorgt um eine Annäherung Granadas an Kuba und Nicaragua, fielen die USA wenige Tage auf der Insel ein und Inhaftierten große Teile der Regierung.

