Exporte in die USA aus Mexiko und Kanada sind ab heute mit Zöllen von 25% belegt, chinesische mit 10%. Laut US-Regierung sollen massive Handelsdefizite ausgeglichen werden und Druck auf v. a. Mexiko ausgeübt werden, bei der Bekämpfung von Migration und Drogen-Handel zu kooperieren.
Ein ebenfalls zentraler Grund sollte der Versuch sein, für mehr Investitionen in US-Unternehmen zu sorgen. Analytiker bezweifeln aber die von der US-Regierung versprochenen Mehreinnahmen. Sie erwarten eine Steigerung der Lebenskosten in den USA von durchschnittlich 800 Dollar im Jahr.
Zoll-Ausnahmen sind nur für kanadisches Schweröl vorgesehen, von dem die US-Wirtschaft abhängig ist. Kanada hatte bereits Zölle auf einfache Konsumgüter erwogen, für den Fall einer Eskalation aber mit einem Öl-Exportstopp gedroht.
Die Abschirmung der US-Wirtschaft geht mit der Deregulierung des Energiesektors einer: Zukünftig soll beliebig viel Öl und Gas gefördert und exportiert werden können.
