Am 24. Januar wurde in Kroatien von der Verbraucherplattform „Halo inspektore“ zu einem Konsum-Boykott (externer Link) aufgerufen. Auslöser waren explodierende Preise während sehr hoher Inflation. An dem Tag brach der Umsatz um 53 Prozent ein. Hatte der erste Boykott Supermärkte, Drogerien und Tankstellen zum Ziel wurde gestern zum Boykott von u.a. DM, Lidl, Bankgeschäfte, Cafés, Restaurants und ÖPNV für bis zu einer Woche ausgerufen.
Als Reaktion auf die Proteste hat die Regierung am Donnerstag eine erweiterte Liste von Produkten mit regulierten Preisen präsentiert. Diese umfasst satt bisher 30 nun 70 Artikel und beinhaltet z. B. Brot, Polenta, Haferflocken, Nudeln, Fleisch und Fisch. Die Händler haben 7 Tage Zeit die Preise anzupassen. Erste Handelsketten gaben bereits bekannt, ihre Preise senken zu wollen.
Die Boykotte in Kroatien haben auch weitere Länder inspiriert: In Bosnien, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro wurde ebenfalls zu Konsum-Boykotten aufgerufen.
