Gestern endete der "Lange Marsch" nach fünf Tagen in Duisburg. Etwa 200 kurdische und internationalistische Jugendliche liefen seit Sonntag durch NRW, um die physische Freiheit des seit 1999 inhaftierten Revolutionärs zu fordern.
Öcalan ist auf der Gefängnisinsel Imrali seit mehr als 3 Jahren einer totalen Isolation ausgesetzt, wodurch es seitdem kein Lebenszeichen von ihm gibt.
Das Ministerkomitee des Europarates beriet in den letzten Tagen über die Haftbedingungen Abdullah Öcalans. 2014 forderte der europäische Menschenrechtsgerichtshof, dass ihm das "Recht auf Hoffnung", also die Aussicht auf Freilassung zugestanden wird. Die Türkei besteht darauf, Öcalan bis zu seinem Tod gefangen zu halten.
Nun forderte das Ministerkomitee erneut (externer Link), die Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung zu fordern. Ob dies umgesetzt wird, soll im September 2025 überprüft werden. Konkrete Maßnahmen, um den Druck auf den türkischen Staat zu erhöhen, wurden nicht beschlossen.

