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Femizid in Hamburg

21. September 2024, 10:02 Uhr älter als 3 Monate
Femizid in Hamburg

Am 17. August starb eine Frau durch einen Sprung vom Balkon ihrer Wohnung. Den Ermittlungen zufolge wurde sie dort zuvor von ihrem Ex-Freund angegriffen. Mit dem Sprung aus dem 4. Obergeschoss wollten sie sich wahrscheinlich retten. Gegen den 32-jährigen Ex-Freund ist nun ein europäischer Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge erlassen worden. Seit dieser Woche wird zusätzlich mit einem Foto nach ihm gefahndet.

Mit ihr wurden in diesem Jahr in Deutschland 65 Frauen getötet weil sie Frauen sind. Zuletzt ermordete (externer Link) ein 69 Jahre alter Mann vor zwei Wochen in Offenbach seine Ehe-Frau. Die dramatische Bilanz der letzten Jahre zeigt, dass an jedem dritten Tag ein Femizid verübt wird, im letzten Jahr sogar an jedem zweiten Tag. Etwa die Hälfte dieser Taten begehen Ehe-Männer.

Weiterhin ist die staatliche Unterstützung für Schutzräume und Präventionsarbeit viel zu gering. So sind z. B. im aktuellen Haushaltsentwurf 2025 (externer Link) keine Mittel für Gewaltschutz und Frauenhäuser vorgesehen.

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