Die Zahl der minderjährigen Wohnungslosen in Deutschland hat sich seit 2022 verdreifacht. Dies geht aus einer Antwort auf eine Anfrage (externer Link) der Linkspartei hervor. So waren Anfang 2025 bundesweit 137.100 Menschen unter 18 Jahren wohnungslos, drei Jahre zuvor waren es noch 47.000.
Auch die Zeit, die unter 18-Jährigen im Schnitt in Wohnungslosenunterkünften untergebracht waren, stieg an. Waren es 2023 noch 117 Wochen, steigt die Dauer 2025 im Schnitt auf 150 Wochen – also fast drei Jahre – an. Die längere Unterbringungsdauer deutet auch darauf hin, dass es zunehmend Probleme gibt, Jugendliche wieder in geregelte Wohnverhältnisse zu bringen.
Die Bundesregierung führt die Zahlen auf eine verbesserte Erfassung zurück. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe hatte letzten Herbst davor gewarnt, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, weniger Sozialwohnungen und Armut die Situation weiter verschärfen könne.
