Am 21. Dezember um 16:02 Uhr stand die Sonne am niedrigsten Punkt über dem Horizont der Nordhalbkugel. Dort ist es der kürzeste Tag des Jahren, auch als Wintersonnenwende bekannt. Obwohl sie den Beginn des astronomischen Winters markiert, hat jeder weitere Tag bis Ende Juni mehr Sonnenstunden.
Wenige Tage darauf wurde schon in vorchristlichen Zeiten die Rückkehr des Lichts als Julfest gefeiert. Etwa um den 25. Dezember fallen die kürzeren Nächte in der menschlichen Wahrnehmung auf. Deshalb wird weithin ein Zusammenhang mit dem Weihnachtsfest gesehen, für dessen Datierung allerdings mehrere Theorien bestehen.
Die Tradition der Wintersonnenwende wird heutzutage weithin als germanischer Brauch verstanden. Entsprechende Feiern, auch mit rituellen Feuern, lassen sich zwar über mehrere Jahrhunderte nachvollziehen. Ein allgemeines und quasi religiöses Germanentum dagegen nur bis in die 1920er Jahre, als die NSDAP einen germanischen Kult entwickelte, zu dem auch Sonnenwendfeiern gehörten.

