Am 4. Mai 1978 wurde der Kommunist Henri Curiel (externer Link) im Alter von 63 Jahren in Paris erschossen. Bis heute sind die genauen Hintergründe des Attentats ungeklärt. Eine polizeiliche Aufklärung wurde vom französischen Geheimdienst verhindert.
Henri Curiel wuchs als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie in Ägypten auf. Erst als junger Erwachsener nahm er das Leid der Bevölkerung wahr. Ausgehend von dieser Erfahrung gründete er die nationale Befreiungsorganisation MELN.
Nach seiner Ausweisung aus Ägypten und Streitigkeiten mit dem sowjetischen Politbüro brachte sich Curiel in die Unterstützungsarbeit für den algerischen Befreiungskampf der FLN ein. Aus dieser Erfahrung gründete er später die Hilfsorganisation „Solidarité“. Diese unterstütze antikoloniale Bestrebungen weltweit mit konkreten Wissen, wie Passfälschung, Verschlüsselung oder dem Umgang mit Sprengstoff. Ab 1970 versuchte Curiel einen geheimen Dialog zwischen israelischen Generälen und der PLO herzustellen.
