Am 19. April 2023 ist der Anarchist und Anthropologe Dimitry Petrov bei dem Kampf um das ukrainische Bachmut getötet worden (externer Link). Zuvor war er am Aufbau des Resistance Committee, einer anti-autoritären Kampfeinheit innerhalb der ukrainischen Streitkräfte, beteiligt gewesen.
Bereits im Alter von 15 Jahren schloss sich Petrov der anarchistischen Bewegung in Russland an. Er beteiligte sich an ökologischen Protesten und war später an Anschlägen u. a. gegen Rekrutierungsbüros und die Steuerbehörde beteiligt.
Ab 2017 schloss er sich den Kämpfen um Rojava an. Später veröffentlichte (externer Link) er mehrere Bücher und Übersetzungen kurdischer Texte. Aufgrund staatlicher Verfolgung kehrte er nicht nach Russland zurück, sondern zog nach Kiew. Zuvor hatte er sich bereits an Protestbewegungen in der Ukraine und in Belarus beteiligt.
Nach seinem Tod wurde bekannt, dass Petrov ein Mitbegründer der Combat Organization of Anarcho-Communists (BOAK (externer Link)), die seit 2022 Guerillaangriffe in Russland verübt.
