Heute wird in Venezuela über ein Referendum zur neuen Grenzziehung, welches jedoch keine Rechtskraft hat, abgestimmt. Es geht um die Provinz Essequibo, welche seit einer Schiedsgerichtsentscheidung Großbritanniens von 1899 während der Kolonialzeit, Teil von Guyana ist und zwei Drittel des Staates ausmacht. Venezuela erkennt diesen Schiedsspruch nicht an.
Venezuela erhebt seit Jahrzehnten Anspruch auf Essequibo. Diese Ansprüche wurden 2015 nach Ölfunden in Essequibo durch den Ölkonzern ExxonMobil verstärkt.
An diesem hat der Präsident Maduro, der das durch Wirtschaftskrisen gebeutelte Venezuela regiert, großes Interesse.
Guyana hatte unterdessen versucht, das heutige Referendum zu stoppen und beim internationalen Gerichtshof in Den Haag um Hilfe gebeten. Dies hielt lediglich Venezuela an, sich nicht einzumischen.
Guyanas Vizepräsident Jagdeo erklärte, zur Verteidigung würden alle Optionen geprüft und die Militärkooperation mit den USA verstärkt.

