Bei Protesten in Kenia gegen die Errichtung eines Ebola-Quarantänezentrums für US-Bürger sind mindestens zwei Menschen getötet worden.
US-Beamte hatten letzte Woche verkündet, in der Stadt Nanyuki auf einem Militärgelände ein Quarantäne-Zentrum zu errichten (externer Link), das Platz für 50 Ebola-Verdachtsfälle bietet. US-Bürger sollen hier isoliert werden, anstatt nach Hause zu fliegen.
Dahinter soll ein geheimer Deal zwischen den USA und Kenias Präsident Ruto über mehrere Millionen Euro stehen. Genaueres über die „Vereinbarung unter Freunden“, wie Ruto es nannte, ist allerdings nicht bekannt.
In Kenia gibt es bislang keine registrierten Infektionen. Der Hotspot liegt in DR Kongo. Mitglieder der Gesundheitsgewerkschaft sehen in den Plänen der USA den Versuch, das Gesundheitsrisiko nach Kenia „abzuladen“. Kenia werde wie eine „Quarantäne-Kolonie” behandelt (externer Link).
Trotz der Proteste und einem Gerichtsentscheid (externer Link) gegen das Zentrum will Ruto an den Plänen festhalten.
